27.06.2018 Tagesfahrt

Am Mittwoch, dem 27. Juni 2018, machten Mitglieder der Ortsverbände von SoVD und DRK aus Steimbke und Rodewald mit dem Busunternehmen Langreder gemeinsam eine Tagesfahrt. Erste Station nach dem Start um 9:00 Uhr auf dem Langreder-Betriebshof waren die VILSA Werke in Bruchhausen-Vilsen. Dort gab es im Besucher-Empfangszentrum beim Verkosten der im Werk produzierten Getränkevarianten erst einmal Informationen zur interessanten Ortsgeschichte und danach zur  Firmenhistorie. Sie begann 1908, als Johnny Dörgeloh die Quelle entdeckte, aus der über 6000 Jahre altes Quellwasser ausgezeichneter Qualität zu Tage kam. Hotelbesitzer Dörgeloh begann, das Wasser in Flaschen abzufüllen, und ließ 1912 seine Quelle ins Handelsregister eintragen. VILSA Brunnen wurde an die Familie Rodekohr verkauft und ist bis heute in deren Besitz. Anna Rodekohr führt den Betrieb durch die Wirren des 1.Weltkrieges, aber als 1929 die Weltwirtschaftskrise begann blieb das nicht ohne Folgen. 1933 wurde der Abfüllbetrieb stillgelegt. Aber wie die Quelle weiter sprudelte, so kam auch VILSA 1937 wieder in Gang und bekam die Erlaubnis, Wasser aus geschützten Tiefen zu entnehmen. Nach dem 2.Weltkrieg kehrte Otto Rodekohr 1950 aus der Gefangenschaft zurück und forcierte mit seinen Ideen den Aufstieg des Unternehmens. Heute hat das Unternehmen inzwischen 450 Mitarbeiter und ist in vierter Generation in Familienbesitz. Nach dieser Einführung begann die geführte Werksbesichtigung, wo jede der sieben Abfüllanlagen maximal 30.000 Flaschen pro Stunde abfüllen kann. Inzwischen geschieht dies überwiegend in PET- und nicht mehr in Glas-Flaschen. Danach waren die Teilnehmer froh, dass es im Restaurant im alten Bahnhofsgebäude von Bruchhausen-Vilsen das Mittagessen gab. Von dort ging es weiter nach Warpe zum Wasserbüffel-Hof. Die Tierärztin Dr. med. vet. Mia Fiedler hat ihn, eigentlich aus einer ungeplanten zufälligen Entwicklung heraus, aufgebaut und inzwischen um die Produktion von Molkereiprodukten erweitert. Mit regionalen Schlachtern wird zusammengearbeitet, um Büffel zu schlachten und die dabei entstehenden Produkte zu vermarkten. Eine Verkostung von Molkerei- und Fleischprodukten aus der Büffelhaltung folgte nach der Hofbesichtigung, die als Höhepunkt den Ritt einiger Teilnehmer auf einer Wasserbüffelkuh hatte. Abschluss war eine Kaffeetafel mit auf dem Hof gebackenen Blechkuchen, und die Gelegenheit, im Hofladen einzukaufen.  Um 16:00 war dann Aufbruch zur Rückfahrt nach Steimbke, das gegen 16:45 Uhr erreicht wurde.